Männer I: Vorbereitung der MSG I

 

MSG Schwarzbach I: Schweißtreibende Vorbereitung nähert sich dem Ende

Genau 50 Trainingseinheiten haben die Handballer der MSG Schwarzbach seit Beginn der Vorbereitung Anfang Juni in den Knochen, 18 weitere erwarten sie noch bis zum Rundenbeginn am 18. September. Dabei bot Trainer Michael Völker ein buntes Potpourri an – neben den „heißgeliebten“ montäglichen Laufeinheiten stählten sich die Recken vom Schwarzbach bei Fitness-Guru Alex Kunkel, während diverser Teamevents, in verschiedenen Krafträumen, bei Turnieren in Langenhain und am Hossa-Cup bei Karlsruhe, in einigen Freundschaftsspielen und in schier nicht enden wollenden Trainingseinheiten. Wo genau die Mannschaft nun nach etwa dreiviertel-absolvierter Vorbereitung steht, weiß sie selbst noch nicht so richtig, ein erster Gradmesser war der Schwarzbach-Cup, wo man Dritter wurde.

Nach dem Abgang von Torwart Tobias Jakobi und Matthias Burkhardt, die sich beide in die zweite Mannschaft zurückziehen, dem einjährigen Intermezzo Dino Trubljanins und dem verletzungsbedingten Karriereende Maarten Brinkmans, klaffen schon deutliche Lücken im Kader. Schließen wollen diese Alex Lehr (von der SG Sossenheim), Jonas „Diddi“ Haller (vom TV Hattersheim), Alex Schmitt, David Reindl, Jens Strubel (alle aus der Zweiten Mannschaft) sowie die Rückkehrer Ivan und Josip Pranjic, Stefan Raumer und Lorin Engels.

Bei einer so großen Fluktuation an Spielern sieht sich der Trainer vor die Aufgabe gestellt, bis zum Saisonbeginn alle Neuankömmlinge zu integrieren und auch die bereits etablierten Akteure in sein neues Abwehrkonzept einzubinden. Die sommerliche Urlaubszeit erschwerte das bis dato deutlich, so dass sich selten alle Spieler gleichzeitig zu den Trainingseinheiten versammelten und Inhalte so mehrfach wiederholt werden mussten. Dementsprechend verliefen die bisherigen Trainingsspiele überwiegend durchwachsen, einer ordentlichen Turniervorstellung in Langenhain folgten eine derbe Zehn-Tore-Niederlage gegen Sindlingen/Zeilsheim, eine noch schlechtere Leistung im Spiel gegen Flörsheim/Raunheim und dem 35:42-Torfestival gegen den TV Trebur. Eine leichte Formsteigerung war dann schließlich gegen den letztjährigen Konkurrenten des TV Obereschbach zu sehen.

Folgen werden noch drei Trainingsspiele, bevor am 18. September um 18 Uhr erstmals um Punkte gerungen wird. Dabei empfängt die MSG den stark einzuschätzenden Aufsteiger aus Eppstein, welche mit nur zwei Minus-Punkten aus dem Bezirk C aufstiegen und sicherlich auch aus dem Derby in der Schwarzbachhalle Punkte entführen möchten. Durch den Wechsel der Staffel in die Wiesbadener Region ist eine klare Zielsetzung für die kommende Saison bisher nur schwer zu treffen, gilt die „Staffel II“ doch als sportlich deutlich herausfordernder als der letztjährige Bezirk, für einen souveränen Mittelfeldplatz sollte das Potential der Mannschaft jedoch sicherlich ausreichen.

Der Kader:

Tor: Andre Daaboul, Ivan Pranjic, Jens Strubel

Links Außen: Christian Schröder, Lukas Theis, Alexander Lehr

Rückraum Links: Lorin Engels, Marius Krüger, Johannes Stockhofe

Rückraum Mitte: Dennis Gendritzki, Jonas Haller, Olaf Schwöbel

Rückraum Rechts: Stefan Raumer, David Reindl, Alexander Schmitt, Marcel Wötzold

Rechts Außen: Daniel Ickstadt, Max Schubert

Kreis: Jonas Echtermeyer, Josip Pranjic, Hamed Smondel

 

Männer I gegen Makkabi Frankfurt:

 

MSG Schwarzbach – Makkabi Frankfurt 31:30 (17:15)

Zittersieg wie schon in der Hinrunde mit einem Tor

Eine starke Anfangsphase legten die Gastgeber aufs Parkett, erspielten sich häufig freie Chancen und hatten die Kreisanspiele der Makkabäer gut im Griff. Folgerichtig stand es nach 15 Minuten 10:5. Danach häuften sich aber die Fehler, im Angriff wusste nur Maarten Brinkman zu gefallen, und im Abwehrverbund handelte man sich zahlreiche Zeitstrafen ein. 20 Sekunden vor Ende der ersten Halbzeit hatte Makkabi auf 16:15 verkürzt, ehe Christian Schröder im 4 gegen 6 - analog zur Schlussphase des Hinspiels – noch um ein Tor erhöhte. Mit neuem Schwung kamen die Schützlinge von Michael Völker aus der Kabine, über gute zweite Wellen setzten sie sich früh wieder auf fünf Tore Vorsprung ab. Allerdings ging die Vorgabe des schnellen Umschaltens bald in Vergessenheit, und die Gäste fanden immer besser in ihre defensive 6:0-Abwehrformation. Einzig Marius Krüger aus der 2. und 3. Reihe fand noch genug Lücken, auch weil Schwarzbach in der zweiten Halbzeit 14 Minuten in Unterzahl spielte. Der Vorsprung pendelte sich zwischen zwei und drei Toren ein, da Makkabi insgesamt nur 10 von 14 Siebenmetern verwandelte, während Lukas Theis mit 6 von 6 verwandelten Strafwürfen eine weiße Weste behielt. In der 54. Minute erzielte Hamed Smondel sein erstes Tor für die MSG, trotz Unterzahl, in einer ganz wichtigen Phase zum 28:26, diesen Vorsprung retteten die Gastgeber dann über die Ziellinie. Das nächste Wochenende nutzen die Schwarzbacher zum Regenerieren, bevor der SV Seulberg am kommenden Sonntag in der Schwarzbachhalle gastiert. Hier haben die Vortaunusler noch eine Rechnung offen, ließen sie im Hinspiel doch einen Punkt in Seulberg liegen. 

Es spielten: Daaboul (Tor), Brinkman (3), Burkhardt, Echtermeyer, Gendritzki (2), Ickstadt (7), Krüger (6), Schröder (3), Schubert, Smondel (1), Stockhofe (2), Theis (6/6), Trubljanin (1), Wötzold

 

Männer I in Goldstein/Schwanheim II:

 

Goldstein/Schwanheim II – MSG Schwarzbach 22:27 (10:12)

Arbeitssieg in Goldstein

Mit dem Sieg hält die Mannschaft den Druck auf die Teams im Kampf um Platz zwei aufrecht. Die Anfangsphase verschlief der Zusammenschluss aus Hofheimer und Krifteler Handballern allerdings komplett. Hinten zahn- und vorne kopflos präsentierte er sich in den ersten zehn Minuten konfus und war mit dem 3:7-Zwischenstand noch gut bedient. Doch dann wendete sich das Blatt, die technischen Fehler wurden nun in Grenzen gehalten, und Tor um Tor kämpften sich die Gäste ran. Bis zum Pausenpfiff erzielten die Gastgeber nur noch drei Tore und waren so mit einem Zwei-Tore-Rückstand konfrontiert.

Durchgang zwei startete jedoch wie auch schon die erste Halbzeit, offensiv einfallslose Schwarzbacher erlaubten es dem Gegner, in der 40. Minute noch einmal mit 14:13 in Führung zu gehen, bevor der Angriffsmotor langsam in Schwung kam. Entscheidend war dann die Phase bis zum 15:18 - diesen Drei-Tore-Vorsprung hielten die Schwarzbacher über das restliche Spiel hinweg und gerieten nicht mehr in Gefahr, die Punkte aus der Hand zu geben. Hervorzuheben aus einer durchschnittlichen Leistung ist Marius Krüger, der in der Abwehr stark spielte und offensiv aus der zweiten Reihe als Torschütze glänzte.

Es spielten: Daaboul (Tor), Brinkman (1), Burkhardt (1), Echtermeyer (1), Gendritzki (1), Ickstadt (3), Krüger (7), Schröder (4), Schwöbel, Smondel, Stockhofe (6/1), Theis (3/1), Trubljanin, Wötzold

 

Männer I gegen den TV Hattersheim:

 

MSG Schwarzbach – TV Hattersheim 27:25 (14:13)

Derbykrimi erfolgreich abgeschlossen

Mit dem Derbysieg erkämpfte die MSG zwei ganz wichtige Punkte in der Lotterie um Platz zwei in der Bezirksklasse B. Nach der deftigen Hinspielniederlage hatte sich Hattersheim ganz offensichtlich etwas überlegt und überraschte die Gastgeber mit einer sehr offensiven Abwehrvariante. Diese schaltete die Angriffsreihe der MSG zwar immer wieder gekonnt aus, ärgerte sich jedoch auch über recht viele technische Fehler und fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor. Die Hattersheimer kamen vor allem aus erster und zweiter Welle sowie der schnellen Mitte zu Torerfolgen, taten sich im gebundenen Spiel vor der Abwehr der Schwarzbacher allerdings schwer. So wogte das Spiel in Hälfte eins hin und her, auf mehr als zwei Toren konnte sich keines der beiden Teams absetzen.

Die Gäste fanden besser in Halbzeit zwei hinein, drehten das 14:13 in ein 15:17. Dann folgte die beste Phase der Hausherren. Olaf Schwöbel, der nicht nur als Abwehrorganisator sondern auch als Torschütze glänzte, und Lukas Theis überzeugten in der Phase, so dass der Gastgeber sich bis auf 23:20 absetzte. Hattersheim gab sich allerdings nicht auf und war bis zum Ende nicht abzuschütteln, auch weil die Heim-Sieben vor allem in Angriff ein bisschen Cleverness vermissen ließ. Trotzdem gelang den Hattersheimern in einem eher durchschnittlichen Spiel nicht mehr der Ausgleich. Nun hat man weiter alle Chancen: Sindlingen/Zeilsheim sollte wohl als Meister mit momentan nur zwei Verlustpunkten feststehen, danach folgen mit zehn Minuspunkten die TG Nordwest und der TV Hattersheim, mit jeweils elf Miesen die MSG Schwarzbach und die FTG Frankfurt. Ausrutscher darf sich die Mannschaft von Michael Völker also nicht mehr erlauben, möchte sie in die Aufstiegsrelegation noch hineinrutschen. Gegen Makkabi Frankfurt am kommenden Samstag um 18 Uhr in der Schwarzbachhalle sind zwei Punkte also Pflicht.

Es spielten: Daaboul (Tor), Brinkman (1), Burkhardt, Gendritzki (1), Ickstadt (1), Krüger (1), Schröder, Schubert (5), Schwöbel (4), Smondel, Stockhofe, Theis (8/3), Trubljanin (4), Wötzold (1)

 

Männer I in Sindlingen/Zeilsheim:

HSG Sindlingen/Zeilsheim – MSG Schwarzbach 28:22 (13:9)

Spitzenspiel am Ende doch eine klare Sache

Einen Dämpfer im Kampf um den Relegationsplatz musste die MSG Schwarzbach im Derby einstecken. Mit dem deutlichen 28:22 (13:9)-Sieg revanchierte sich der Tabellenerste für die Niederlage im Hinspiel und ist vom Platz an der Sonne nun wohl nicht mehr zu verdrängen. Von Beginn an zeigte der Gastgeber, wer Herr im Hause war. Während die Gäste vom Schwarzbach Fahrkarte um Fahrkarte gegen den guten Heimtormann zogen, konterten die Sindlinger geschickt und zogen früh auf 8:4 weg. Zu viele technische Fehler, sowie schlecht vorbereitete und ungenau platzierte Würfe aus dem Rückraum führten dennoch zum noch schmeichelhaften Pausenstand. In der Anfangsphase des zweiten Durchgangs plätscherte das Spiel so vor sich hin, bis ein 3:0-Lauf der Gäste das Spiel auf einmal beim 19:18 wieder offen gestaltete. Sindlingen zeigte sich nun etwas fehlerhafter im Angriff, während die Schwarzbacher über die Außenpositionen zum Erfolg kamen. Doch der Ausgleich wollte nicht fallen, beim 21:20 in Minute 52 war dennoch alles offen, aber danach spielte Sindlingen seine ganze Erfahrung aus und gewann letztlich vielleicht etwas zu hoch, aber dank der rundum besseren Tormann-, Abwehr- und Angriffsleistung völlig verdient. Vor allem der Ex-Krifteler Daniel Fribolin glänzte aus dem Rückraum, als Anspieler und sicherer Siebenmeter-Schütze. Nach der Faschingspause gastiert dann die TG Nordwest beim momentan Tabellendritten. Ein richtungweisendes Spiel um den Relegationsplatz, dazu das Wiedersehen mit Ex-Trainer Goran Angelov und die Revanche für die derbe Auswärtsniederlage der Hinrunde – all dies sollte Motivation genug sein, dass die MSG beim nächsten Spiel wieder als Sieger von der Platte geht.

Es spielten: Daaboul (Tor), Brinkman, Burkhardt (1), Echtermeyer (2), Gendritzki, Ickstadt (5), Krüger (1), Schröder (2), Schubert (3), Schwöbel, Stockhofe (5/2), Theis (2), Trubljanin (1), Wötzold

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