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Damen I: Bunte Vorbereitung

 

Damen I: Vorbereitung läuft auf Hochtouren

Langsam rantasten, Sportgerät neu kennenlernen, Spezialeffekte Golf, Yoga, Paddeling

Die erste Vorbereitungsphase liegt nun hinter den Damen I der TuS Kriftel, die Anfang Juni mit ihrer neuen Trainerin Yvonne Thon und dem neuen Co Trainer Florian Schäfer ihre ersten Trainingseinheiten absolvierten. Es war kein gewöhnlicher Start in die Vorbereitung – dies kann man getrost festhalten: Die Spielerinnen hatten ihr letztes Saisonspiel in der Oberliga Hessen am 8. März gegen die TSG Walldorf ausgetragen, die abgebrochene Saison als Zweiter beendet und sich seitdem nur mit einem individuellen Athletikprogramm fit gehalten. Dass dies kein Ersatz für die Belastung eines Handballtrainings ist, wurde schnell deutlich. Daher kam es der Mannschaft beinahe entgegen, dass aufgrund von Corona zunächst nur draußen im Freizeitpark trainiert werden konnte. Hier lag der Fokus auf dem „Wieder rein kommen“, sprich dem handballspezifischen Athletiktraining. Es wurden Intervalle gelaufen, mit Koordinationsleitern gearbeitet und viel Kraft mit dem eigenen Körpergewicht trainiert.


Nach circa zwei Wochen lag das Hygienekonzept des Vereins vor, so dass die Einheiten in die Halle verlegt werden konnten. Auch hier mussten sich die Damen I erst einmal wieder an den Handball herantasten, im wahrsten Sinne des Wortes, denn das Sportgerät hatte man zu diesem Zeitpunkt schon fast vier Monate lang nicht mehr in den Händen gehabt. Wurfauslage, Passen, Stoßen und im Rahmen des Torwarttrainings aufs Tor werfen bestimmten die ersten Einheiten: „Back to the basics“ also. Dabei fielen bereits die ersten Spielerinnen mit kleinen Muskelfaserrissen im Oberschenkel aus oder hatten mit Schulterproblemen zu kämpfen, da die Belastung im Vergleich zu den drei Monaten davor eine ganz andere war. Doch da von Anfang an viel Wert auf Regeneration und Prävention gelegt wurde, konnte größeren Verletzungen vorgebeugt werden und die Mannschaft beinahe komplett in die zweite Phase der ersten Vorbereitung starten. Hier begann man mit der klassischen 6:0-Abwehr, einfachen Spielabläufen und dem ersten Körperkontakt im eins gegen eins. Auch das Langhanteltraining wurde wieder in das Kraftprogramm aufgenommen, obwohl die meisten Athletikeinheiten in den normalen Trainingsablauf mit Ball integriert wurden.


Zum Abschluss der ersten Vorbereitungsphase stand noch ein Teamevent auf dem Programm: Ein Tag im Mainzer Golfclub, wo die Mädels um Yvonne Thon in einem zweistündigen Schnupperkurs die Technik des Grundschwungs erlernten und danach auf dem Kurzplatz über sechs Loch ein kleines mannschaftsinternes Turnier austrugen. Darauf folgte eine Woche Pause, bevor sich die Damen I erneut zu einem handballfernen Trainingstag trafen: Am Kasteler Strand wurde auf Stand-up-Paddeling – kurz SUP – Brettern der Rhein erkundet (@supmainz) und anschließend eine Outdoor-Yoga-Einheit mit @matten.momente genossen.
Das Trainingslager am kommenden Wochenende läutet dann die zweite Phase der Vorbereitung ein. Diese steht ganz unter dem Motto „Spielen“, denn bereits am Samstag ist der Oberliga-Aufsteiger und Mitligakonkurrent aus Bürgel im Rahmen eines Testspiels zu Gast. Ob und inwiefern Zuschauer bei den Testspielen in den kommenden Wochen erlaubt sind, muss jedoch noch evaluiert werden.

 

Findungstag legt den großen Weg fest

 

Findungstag legt Perspektiven der Handballer fest

Es war mal wieder Zeit für ein solches Treffen. Denn in Vorstandssitzungen mal so nebenbei über die Ziele und Perspektiven eines Vereins zu sprechen, dafür fehlt dann doch die Zeit. Deshalb hat sich der Vorstand der Handball-Abteilung der TuS Kriftel vor einigen Jahren entschlossen, in gewissen Abständen einen Findungstag durchzuführen. Dabei soll es nicht um kleinere, aktuelle Dinge, sondern um das große Ganze gehen. Wohin führt der Weg der Handballer in zwei, fünf, auch zehn Jahren? Was ist dafür erforderlich? Was sollte geändert werden, was läuft und kann beibehalten oder ausgebaut werden?

Natürlich fand die Truppe beim Treffen im Garten von Aktivenwart Thomas Huhmann, mit toller Bewirtung, nicht Antworten auf alle Fragen. Und natürlich werden die Zeit, die weitere Entwicklung neue Veränderungen bringen. Doch Abteilungsleiter Oliver Kriz machte zwischendurch immer wieder deutlich, dass die TuS Kriftel, Handball, in den vergangenen Jahren doch schon sehr viel erreicht habe. Viele Kinder von den Mini-Berries bis zur A-Jugend, erfolgreiche Kooperationen bei den Männern (MSG Schwarzbach) und der männlichen Jugend (JSG Schwarzbach) mit dem TV Hofheim. Starke Damen, zuletzt mit Vizemeisterschaft Oberliga und Aufstieg der Zweiten in die Bezirks-Oberliga. Gute Struktur mit vielen engagierten Leuten als Trainer, Schiedsrichter, Helfer, Vorstandsmitglied. Viele schöne Veranstaltungen im Jahr – just am Samstag des Findungstages hätte zum Beispiel das Pfingstturnier über die Bühne gehen sollen.

Doch das musste wegen der Corona-Krise abgesagt werden. Womit Punkt eins des Treffens schon genannt wäre. Der Hauptverein hat beschlossen, dass Sport für die Aktiven wieder möglich ist. Die Abteilung hätte sich zwar gewünscht, auch für die älteren Jugendlichen etwas anzubieten. Doch die kurze Zeit bis zu den Sommerferien will die Abteilung nun unter dem Motto „Jetzt erst recht“ nutzen, um dann wieder mit einem eigenen Hygienekonzept im gegebenen Rahmen loszulegen. Schließlich ist noch vollkommen unklar, wann die nächste Saison beginnen kann. Das wird vermutlich nicht schon gleich im September sein, sondern eher nach den Herbstferien oder gar im neuen Jahr.

Bis dahin will sich die Abteilung finanziell noch besser aufstellen. Abteilungs-Chef Kriz möchte dieses Thema zur „Chefsache“ machen und mit seinem Team hier neues Potenzial erschließen. Die Details werden jetzt ausgearbeitet. Informationen soll es spätestens bei der Jahreshauptversammlung geben. Sie wurde im April wegen Corona abgesagt, soll aber noch dieses Jahr nachgeholt werden. Ein Termin hängt von der weiteren Entwicklung ab. Klar ist, dass der Vorstand nun etwas effizienter aufgestellt werden soll. Es soll keine Beisitzer in der Form mehr geben. Vielmehr Aufgaben und Arbeitskreise, die dem Gremium dann nach Bedarf in seinen Sitzungen berichten.

Klar wurde beim Findungstag auch, dass die TuS Kriftel, Handball, ein Verein für alle sein will. Für jene, denen der Sport einfach Spaß macht und die sich gerne bewegen. Aber auch für jene, die unter einem gewissen Leistungsaspekt hier erfolgreich spielen wollen. Wichtig sei es dafür gerade im Jugendbereich, möglichst alle Altersklassen zu besetzen. Hier arbeitet die Abteilung im weiblichen Bereich dran, bei den Jungs ist das seit einigen Jahren gegeben. Deshalb wurden auch die Möglichkeiten und Chancen ausgelotet, mit weiteren Kooperationen Ziele zu erreichen. Dazu soll es nun weitere Gespräche geben. Unter dem Strich war sich der Vorstand, der so in dieser Konstellation weiter zusammenbleiben wird, einig: Es wird schon viel geleistet, es gibt aber auch noch einiges zu tun. Packen wir’s an!

 

Erweiterter TuS-Beschluss

 

TuS Kriftel erlaubt Sport im Freien für alle Mitglieder

Der Vorstand der TuS Kriftel hat eine gute Entscheidung verkündet: Die Handballer, aber auch andere Abteilungen, dürfen ab sofort wieder Sport im Freien, draußen an der frischen Luft, für alle anbieten. Das teilt Vorsitzender Franz Jirasek den Abteilungen mit. Nach einer ersten Entscheidung des Vorstands, nur die Erwachsenen bis zu den Sommerferien „ran“ zu lassen, gibt es nun auch wegen Reaktionen aus den Abteilungen eine Erweiterung dieses Beschlusses. Angebote für Kinder und Jugendliche sind ebenso möglich. Es gebe auch neue Auslegungshinweise der zuständigen Hessischen Ministerien, zudem haben sich die Sportvereine im Main-Taunus-Kreis inzwischen positioniert, so Jirasek. Viele Vereine haben im Kinder- und Jugendbereich bereits mit dem Sport begonnen – auch in der Halle.

Es gehe ausschließlich um Angebote von sportlichen Aktivitäten im Freien, betont der TuS-Vorsitzende. Dabei seien natürlich die Rahmenbedingungen in der Corona-Krise zu beachten. Es gilt die Abstandsregel ebenso wie die Hygienevorgaben. Daher sind genehmigte Hygienekonzepte Voraussetzung. Die Handballer sind dran und werden es in den nächsten Tagen fertig haben. Eine Info an den Hauptverein, welche Angebote vorgesehen sind – und schon kann es losgehen.

Bei einer Trainersitzung der Handballer haben einige Coaches bereits großes Interesse an einer Umsetzung gezeigt. Die Jugendleitung machte aber deutlich, dass es nach einer so langen Zwangspause auch wichtig sei, sich grundsätzlich erst einmal in den neuen Mannschaften zu treffen und einfach mal „Hallo“ zu sagen. Es ist in der Handball-Abteilung jedem Trainer freigestellt, ob er die Verantwortung eines Trainings mit Kindern und Jugendlichen in dieser Zeit übernehmen möchte. Auch wird es eine Information an die Eltern geben, in der sie bestätigen, dass ihr Nachwuchs teilnehmen kann.

Desinfektionsmittel für alle Abteilungen hat der Hauptverein finanziert. Es ist inzwischen eingetroffen. Die Handballer finden es im „Käfig“ in der Großen Schwarzbachhalle.

TuS-Vorsitzender Jirasek macht noch deutlich, dass der Sport im Freien an dafür sinnvollen öffentlichen Orten betrieben werden kann – also zum Beispiel im Freizeitpark, auf dem Sportplatz oder im Ziegeleipark. Es müsse dabei deutlich sein, dass es sich um eine Zusammenkunft von Sportlern des Vereins handelt, und es müsse mindestens einen Verantwortlichen geben, der nach den Regeln schaut. Auch das Vereinsräumchen kann wieder genutzt werden – ein Konzept wird ausgehängt.

 

 

Yvonne Thon neue Trainerin der Damen I

Yvonne Thon ist die neue Trainerin der Damen von TuS Kriftel.    Foto: Andreas Becker

 

Damen I: Yvonne Thon wird neue Trainerin

Oberliga-Team bekommt 30 Jahre Erfahrung und Kompetenz an die Seitenlinie

Die Handball-Damen der TuS Kriftel sind wieder da. Nach einer ruhigen Phase, in der sich das Team mit virtuellen Einheiten fit gehalten hat, meldet sich der Verein nun mit einer spannenden Nachricht zurück. Und zwar mit einer neuen Trainerin: Yvonne Thon wird jetzt Chefin der Mannschaft, die in der durch Corona abrupt abgebrochenen Oberliga-Saison punktgleich mit Meister Lumdatal Zweiter wurde. „Das ist ein klares Zeichen für leistungsorientierten Handball in Kriftel“, sagt Thomas Huhmann, Aktivenwart der TuS-Handballabteilung. Er ist erleichtert, in schweren Zeiten eine so wichtige Personalie vermelden und mit Yvonne Thon eine sehr erfahrene Trainerin mit genau 30 Jahren Praxis und der A-Lizenz präsentieren zu können. Sie folgt auf Christian Albat, der in Kriftel acht Jahre tätig war. Davon war er sechs Jahre bei den Damen I, erst als Co-, dann als Chef-Trainer. Mit ihnen wurde er zweimal Oberliga-Meister und spielte zwei Saisons in der 3. Liga. Albat geht nun zur TSG Münster.

Aber auch die neue Verantwortliche der Krifteler Oberliga-Damen ist in der Region keine Unbekannte. Yvonne Thon hat vor vielen Jahren schon einmal das Team trainiert, das damals in der Landesliga spielte. Zuletzt war sie beim TV Idstein ebenfalls in der Landesliga an der Seitenlinie. Sie hat aber auch schon deutlich höherklassiger trainiert. Als Spielerin war sie bis zu einer Verletzung in Wiesbaden in der Regionalliga und sogar 2. Liga, in Gonsenheim und Lerchenberg in der Regionalliga aktiv. Ihre Vita als Trainerin liest sich fast wie ein kleines Buch. Einige Auszüge der Diplom-Sportlehrerin: Ab 1989 Jugendtrainerin in Gonsenheim, 1998 bis 2001 Damen TV Idstein (Hessenmeisterschaft und Aufstieg Regionalliga), 2001 in Kriftel (Landesliga), Wechsel zu Gedern/Nidda (Regionalliga Damen), Damen Walldorf (Regionalliga, 2005 bis 2007), Jugend und Koordinatorin weiblicher Bereich TV Hüttenberg (2008 bis 2010), TSG Ketsch (2011 Aufstieg mit den Damen in die 2. Liga und deutscher Vizemeister mit der A-Jugend), Talentförderung TG Bad Soden (2011 bis 2015), dort Vize- und Hessenmeister mit der weiblichen B-Jugend.

Die Aufgabe bei den Krifteler Oberliga-Damen habe sie sehr gereizt, sagt Yvonne Thon. Sie habe nun durch private Dinge wieder mehr Zeit und vor allem auch die Lust auf stärker leistungsorientierten Handball. Den sieht sie in Kriftel allemal, ein Spitzenplatz in der Oberliga darf es gerne im dritten Jahr in Folge nach Rang drei und zwei wieder sein. Dafür ist sie die passende Trainerin, wenn sie wie ihr Vorgänger sagt: „Ich will jedes Spiel gewinnen.“ Und noch anfügt: „Und wenn es ,Mensch-ärgere-dich-nicht‘ oder ,Mau-mau‘ ist.“ Für Kriftel sprach zudem, dass Yvonne Thon schon einige Spielerinnen kennt. Als Auswahltrainerin hat sie unter anderem Finja Seeharsch, Jana Lorenz, Helena Nitzke und Mayra Janssen gecoacht, insgesamt rund 450 junge Spielerinnen allein über den Kader ausgebildet. Mit Finja Seeharsch wurde Thon 2014 Hessenmeisterin in der weiblichen B-Jugend von Bad Soden. Und eben jene Ex-Spielerin habe jetzt am Telefon nicht locker gelassen, sagt sie zum sympathischen Interesse der TuS Kriftel. Den Kontakt habe es immer mal wieder gegeben, auch vorher schon hier einzusteigen. „Jetzt ist die Zeit gekommen“, freut sich Yvonne Thon auf die Aufgabe ab dem 1. Juni. Schon bald wird sie starten – mit einem Teamabend im eigenen Garten in Bischofsheim, mit gebotenem Abstand natürlich.

In Idstein wird Yvonne Thon „ihr lang angelegtes Projekt“ ebenfalls fortführen. Sie coacht dort die Damen in der Landesliga und vor allem die sehr talentierten B-Jugend-Spielerinnen. Da Handball-Trainerin eine wichtige Aufgabe für sie ist, blickt sie mit viel Optimismus den neuen Herausforderungen in zwei Vereinen entgegen. Ebenso wie die Krifteler Handballer sehr froh sind, nach dem fleißigen, kompetenten und erfolgreichen Christian Albat wieder eine Verantwortliche gefunden zu haben, die für den Handball lebt.

Damen I: Saisonrückblick

 

Kreis-Jubel: Die Damen I nach dem Sieg gegen Kirchhof II. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Platz eins.   Foto: TuS Kriftel, Handball

 

 Trainer Christian Albat ist immer unter Strom. Er führte die Damen zum dritten Titel in fünf Jahren. Nun verlässt er die TuS Kriftel.   Foto: TuS Kriftel, Handball

 

Damen I:

Hessischer Handball-Verband entscheidet – Kriftel kein Meister, aber starker Vize

Vor gut zwei Wochen hat der Hessische Handball-Verband noch gemeldet, dass die Damen der TuS Kriftel und der HSG Lumdatal gemeinsam auf Platz eins in der Oberliga Hessen gesetzt werden sollen. Denn beide Teams hatten beim Abbruch der Saison wegen Corona die gleiche Punktzahl, die gleiche Anzahl an Spielen, damit den gleichen Quotienten. Zudem endete der direkte Vergleich mit einem Unentschieden. Die Tordifferenz werde nicht mehr herangezogen, meldete damals Kathrin Goetzki, die Klassenleiterin der Oberliga. Die Spielerinnen, Trainer Christian Albat und der Verein freuten sich, wäre das doch der dritte Hessenmeister-Titel in den vergangenen sechs Jahren gewesen – für Albat und auch für viele Spielerinnen.

Doch nun veröffentliche der HHV die Abschlusstabelle der Oberliga offiziell. Und siehe da: Hier wurde nun Lumdatal auf Rang eins gesetzt, Kriftel ist somit Zweiter. Auch ein prima Ergebnis, das die Freude kaum trüben kann. Denn auf den Aufstieg in der 3. Liga hatten die Spielerinnen und der Vorstand ohnehin bereits verzichtet. Und ein zweiter Platz in Hessens Oberhaus kann sich wahrlich sehen lassen. Zumal die Saison ohnehin am Ende unter keinem guten Stern stand und vorzeitig wegen Corona abgebrochen werden musste.

„Stand heute war es so“, blickt Kathrin Goetzki zwei Wochen zurück, als beide Mannschaften auf Rang eins gesetzt wurden. Nun aber habe das Präsidium des HHV entschieden, doch die Tordifferenz heranzuziehen, damit es einen Tabellenersten geben kann. Und da schneidet Aufsteiger Lumdatal dann doch deutlich besser ab als Kriftel. „Im Nachgang ist die Tordifferenz herangezogen worden“, erklärt Goetzki. Es sei eben auch ein sehr seltener Fall. Wie sie berichtet, „sieht es ganz danach aus“, dass Lumdatal sein Aufstiegsrecht in die 3. Liga auch wahrnehmen will. Um dort zu spielen, wo die Krifteler Damen schon zwei Saisons waren. Goetzki bedauert unter dem Strich das Hin und Her. Immerhin durfte sich die TuS als „Zwei-Wochen-Meister“ fühlen. Die Klassenleiterin betont: „Zwei Erste gibt es halt nicht.“

Abschlusstabelle Damen, Oberliga Hessen:

1. HSG Lumdatal                  18 10 5 3        518:473   25:11         1,39 (Quotient)

2. TuS Kriftel                       18 12 1 5        477:461    25:11         1,39

3. TSG Oberursel                   18 11 0 7        521:495    22:14         1,22

4. SG Kirchhof II                  17  9 3 5         458:433    20:13         1,18

5. HSG Bensh./Auerb. II       17 10 0 7        492:416    20:14         1,18

6. HSG Wettenberg               18  8 4 6         489:454    19:16         1,06

7. TV Hüttenberg                   18  8 1 9         435:447    17:19         0,94

8. TGS Walldorf                    18  9 2 7         411:400    17:16         0,94

9. TSV Eintr. Böddiger         18  7 2 9         497:526    15:20         0,83

10. Hoof/Sand/Wolfhagen     18  5 1 12       481:535    11:25         0,61

11. Weiters./Braunsh.Worf.   18  4 1 13       459:516      9:27         0,5

12. TGB Darmstadt               18  3 2 13       399:481      7:28         0,39

 

 

Erfolgreiche Saison mit Trainer-Abschied

Die Damen der TuS Kriftel haben in den vergangenen Jahren schon viel erlebt. Zwei Meisterschaften in der Oberliga Hessen, verbunden mit zwei Aufstiegen in die 3. Liga. Dort dann aber jeweils gleich wieder der Abstieg, was gezeigt hat: Eigentlich müsste es für die Damen der TuS eine Liga zwischen diesen Ligen geben. Doch das Finale dieser Saison war dann noch einmal ungewöhnlicher, weil es aus dem Nichts kam. Die Corona-Krise hat auch die Oberliga Hessen vorzeitig beendet. Es wird diese Saison keine Spiele mehr geben. Der 20:16-Sieg der Krifteler Damen gegen Mitkonkurrent Walldorf war das letzte Ergebnis der Spielzeit. Da Tabellenführer Lumdatal in Wettenberg zuvor nur Unentschieden spielte, standen Kriftel und der Aufsteiger mit 25:11 Zählern punktgleich an der Spitze zum Zeitpunkt des Abbruchs. Erst hat der Verband informiert, dass beide Teams Meister sind, hat nun aber Lumdatal auf eins gesetzt (siehe Text oben).

Einen dritten Krifteler Aufstieg in die 3. Liga wird es allerdings nicht geben. Die Mannschaft hatte schon vor einigen Wochen eine deutliche Tendenz gegen diese schwere Liga erkennen lassen, auch der Vorstand steht nicht hinter einem erneuten Abenteuer. Und deshalb verzichtet die TuS Kriftel, Handball, nun auf ihr mögliches Aufstiegsrecht. Ein Sieg der Vernunft, der allerdings einen Wermutstropfen hat: Nach vielen erfolgreichen Jahren wird Christian Albat nicht mehr Trainer der Damen sein. Der Erfolgscoach will die A-Lizenz machen und sportlich den nächsten Schritt gehen. Das wird erst einmal bei der TSG Münster sein, wo er in der Zweiten Männermannschaft mit Talenten arbeiten und zudem als Co-Trainer das A-Jugend-Bundesligateam mit betreuen wird.

Für Albat ist das nach insgesamt acht Jahren in Kriftel keine leichte Entscheidung. Auch der Verein bedauert den Damen-Abschied vom Erfolgscoach. Allerdings bleibt er als Trainer der weiblichen C-Jugend der TuS erhalten. Sechs Jahre sei er ja immerhin als Coach bei den Damen I gewesen, ist ob dieser langen Zeit schon Wehmut dabei. Und er betont zufrieden: „Der größte Teil ist zusammengebleiben. Es hat Spaß gemacht, mit ihnen zuarbeiten.“ Er habe immer Wert auf eine „offene und ehrliche Kommunikation“ gelegt – und darauf, „gemeinsam an Zielen zu arbeiten“.

Das ist ihm oft gelungen. In seinem ersten Jahr als Co-Trainer unter Ilka Fickinger wurden die Damen erstmals Hessenmeister. Dann folgte das schwere erste Jahr in Liga 3 mit Abstieg eins. Dann wurde er bald nach Saisonbeginn Cheftrainer als Nachfolger für Stefan Bartels. Gerne erinnert sich der 28-Jährige an sein erstes Spiel – ein klarer Sieg gegen Rodgau/Nieder-Roden. Albat wurde in seinem ersten Jahr gleich Oberliga-Meister, holte dann in Chemnitz auch den ersten Drittliga-Sieg. Die Chancen auf dem Klassenverbleib waren da, wurden in den entscheidenden Spielen aber nicht genutzt. Also wieder Oberliga – der angestrebte Platz im Spitzentrio wurde als Dritter erreicht. Mit einem stark dezimierten Team.

Diese Saison waren fehlende und verletzte Spielerinnen wieder dabei, deshalb hing das Saisonziel mit der Aussage „Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen“ höher. Letztlich gelang das in einer speziellen Art und Weise durch den Corona-Abbruch oft. Doch der Trainer betont auch: „Wir hatten die Chance gehabt, es aus eigener Kraft zu schaffen. Wir waren auf einem guten Weg.“ Die wichtigen Spiele bei den Spitzenteams in Kirchhof II und gegen Oberursel standen unmittelbar bevor. Diese Partien waren auch in der Hinrunde besondere Momente: Beim Derby unterlag Kriftel deutlich, dafür wurden die ungeschlagenen Kirchhoferinnen in eigener Halle mit einem Kantersieg distanziert. Das war typisch für die Saison, so dass Albat in manchen Momenten eben die Konstanz gefehlt hat. Wenn etwa bei Letzten Böddiger verloren wird, dann aber klare Siege gegen Hoof und eben Kirchhof folgen. Schlüssel zum Erfolg waren für Albat die Flexibilität in der Deckung mit der 6:0 und der versetzten 5:1, dann bei den drei Ein-Tore-Siegen zu Beginn „der kühle Kopf in den Schlussphasen“. Zudem sei sein Team im neuen Jahr „fehlerfreier geworden“. Wenn er dann noch Verletzungen wichtiger Spielerinnen wie Lisa Weißer, Hanna Leidner oder Isabell Göbel sieht, „dann zeigt das, wie viel Potenzial in der Mannschaft steckt“.

Bei der TuS Kriftel habe er sehr viele Highlights erlebt, kann sich der Trainer nicht auf ein Aha-Erlebnis festlegen. Natürlich die Meisterschaften mit den Damen I, dann aber auch die heimischen Pfingsturniere auf dem Sportplatz. Und nicht zu vergessen seine Aktivitäten in der Jugend. 2012 kam er mit der weiblichen C-Jugend von der Spielgemeinschaft Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt hierher. Ein Jahr später gab es in der Oberliga Mitte den beachtlichen zweiten Platz. Mehrfach scheiterte die TuS in den Jahren danach knapp an der Quali für Hessens Oberhaus. Dafür aber holte Albat, der selbst im Tor spielte, mit der weiblichen B- und A-Jugend jeweils den Titel in der Bezirks-Oberliga. Und dem Nachwuchs wird er mit der weiblichen C-Jugend auch weiterhin treu bleiben. Denn Kriftel ist Christian Albat nach acht spannenden, erfolgreichen Jahren längst ans Herz gewachsen.

 

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