
Handball, Turnen und Parkour: Camp mit Rekordbeteiligung ein großer Erfolg
Das Foto spricht schon Bände: 55 junge Handballer und die Trainer jubeln fürs Bild – und die Situation ist nicht gespielt. Denn die Kinder und Jugendlichen hatten großen Spaß beim bereits vierten Handball-Camp der TuS Kriftel in der zweiten Ferienwoche in der Schwarzbachhalle. Das große Interesse gibt den Organisatoren recht: Denn es war eine Rekordbeteiligung von über 50 Kids zu verzeichnen – ursprünglich ist das Konzept für kaum mehr als 40 Teilnehmer ausgelegt. Da aber die Gemeinde Kriftel neben der großen auch die kleine Schwarzbachhalle zur Verfügung stellte, gab es für alle Handballer ausreichend Bewegungsmöglichkeiten.
Und die nutzten die Verantwortlichen um Clemens Weißenberger, Frank Weiner und Johannes Stockhofe gerne aus. Denn neben den Handballeinheiten in der großen Halle, standen in der kleinen Halle einige sportliche „Bonbons“ auf dem Programm. Am ersten Tag machte Charlotte Weißenberger mit den drei Gruppen jeweils eine Trampolineinheit, bei dem so mancher Jugendlicher einen Salto schlug oder über den Skistock flog. Parallel dazu konnten die Handballer ihre Wurfkraft erstmals an der Geschwindigkeits-Messanlage testen – zwei Jungs schafften hier sogar 100 Kilometer pro Stunde. Am zweiten Tag flitzten die Kids bei kleinen Spielen wie Schuh-Hockey oder der Tick-Tack-Toe-Staffel durch die kleine Halle, und an Tag drei stand einer der Höhepunkte auf dem Programm: Kurzfristig konnte der Krifteler Daniel Stang (www.parkour-lernen.de) verpflichtet werden, der den Kindern und Jugendlichen die Trendsportart Parkour präsentierte. Da flogen sie über Kästen, schlängelten sich durch einen Barren oder bewältigten Hindernisse mit geschlossenen Augen. Das war für manche eine ganze neue Erfahrung – die sie total klasse fanden und ihnen auch beim Handballspiel sehr weiterhelfen kann. Ein Dank noch einmal an Daniel, der sehr spontan für diesen sportlichen Ausflug zur Verfügung stand.
Unterdessen flogen in der großen Halle in zwei Gruppen die Handbälle. Da wurde der Schlagwurf geübt und gefestigt, das Passen und Fangen durfte nicht fehlen, ebenso wenig wie Würfe aus verschiedenen Positionen und Finten wie der Wackler. Am Freitag standen gleich drei erfahrene Torleute zur Verfügung, die mit den Kindern ein Torwarttraining machten. Und an jedem Tag gab es ausreichend Zeit für Handballspiele. Zum Finale gab es dann noch ein großes Turnier, bei dem auch die Eltern und Trainer mitspielen durften. Es wurden spannende Spiele – gerade die beiden älteren Gruppen trotzten den Erwachsenen jeweils ein Unentschieden ab und verdienten sich ein Siebenmeterwerfen. Ein großes Pizza- und Kuchenbüffet sorgte dafür, dass niemand verhungern musste. So wie die Kinder und Jugendlichen übrigens an allen drei Tagen bestens verpflegt wurden. Ein Dank geht hier an Matthias Göttert, Sven Bergen von Penny, die Gaststätte Schwarzbachhalle und Alnatura in Kriftel für ihre großzügigen Spenden und Unterstützungen. Und ein großes Dankeschön geht an alle Helfer – angefangen von den Trainern über das Küchenteam bis zur Handballabteilung der TuS, die ein solches Event erst möglich macht.
Übrigens: Ein ganz besonderer Höhepunkt folgte zwei Tage später: Ein Teil der Camp-Handballer fuhr mit den Eltern im großen Bus nach Mannheim. Dort schaute sich der Tross aus Kriftel und Hofheim das Bundesliga-Spiel zwischen Meister Rhein-Neckar-Löwen und der HSG Wetzlar an, das 24:20 endete. Es war das i-Tüpfelchen auf einige besondere Handball-Tage bei der TuS Kriftel, die mancher nicht so schnell vergessen wird – und sich auch bereits auf die Wiederholung im nächsten Jahr freut. Denn die dürfte bei diesem erneuten Erfolg wohl garantiert sein.

