Damen I gegen die HSG Hoof/Sand/Wolfhagen
Damen I: Kriftel – HSG Hoof/Sand/Wolfhagen 26:23 (11:11)
In vier Minuten aus 14:16 ein 19:16 gemacht
Einen wichtigen Sieg im Kampf um den Klassenerhalt in der Oberliga Hessen feierten die Damen gegen einen direkten Mitkonkurrenten. Damit hat sich die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und Co-Trainer Florian Schäfer zwar mit 19:15 Punkten auf Rang fünf platziert, der Abstand zu den hinteren Positionen ist aber so groß auch nicht. Das Derby gegen Oberursel hat am nächsten Sonntag somit ebenso große Bedeutung. Wichtig war es, den Gegner auf Distanz zu halten und nach dem Hinspiel auch die Rückpartie knapp zu gewinnen. Das gelang nach einem Wechselbad der Gefühle, in dem auch die Gäste stark auftraten und vor allem vor der Pause den Takt vorgaben.
Kriftel lag 1:3 hinten, dann 4:3 und 6:5 vorn. Doch in der Folge zog Hoof immer mit einem oder zwei Treffern in Front. Dieses Bild bot sich zunächst auch direkt nach der Pause, als die Gäste beim 14:11 (35.) sogar mit drei Treffern vorne lagen. Ihr höchster Vorsprung währte allerdings nicht allzu lange, denn die Gastgeberinnen packten spätestens jetzt ihr Kämpferherz aus und schaffen mit fünf Toren in Folge vom 14:16 zum 19:16 binnen vier Minuten die Wende (43.). Beim 21:17 waren es sogar vier Treffer plus für die TuS, der Gegner steckte zwar nie auf, kam aber auch nicht mehr als auf zwei Tore heran. Am Ende jubelten die Gastgeberinnen zwar über einen hartumkämpften, durch die Leistungssteigerung nach der Pause aber schon auch verdienten Sieg.
Es spielten: Nele Krohn, Clara Frühauf (Tor), Jana Lorenz (2), Sophie Hugger (4), Johanna Körner, Michelle Huber, Paulina Kemmer (3), Julika Leichthammer (1), Louisa Leichthammer (4), Helena Nitzke (11/6), Mayra Rinschen (1)
Fastnachtszug in Hattersheim

Teilnahme am Hattersheimer Fastnachtszug stimmt auf Jubiläum ein
80 kleine und große Narren feiern 100. Handballer-Geburtstag
„Von Minis-Berries zu Großen, im roten Dress, schwarzen Hosen. Kriftels Handball ist 100 Jahr – so grüßen wir die Narrenschar“: Mit diesem Transparent am Wagen waren rund 80 kleine und große Handballer vom Schwarzbach ein sehr bunter Farbtupfer beim Hattersheimer Fastnachtszug. Kinder, Jugendliche, aktive Handballer und Oldies spazierten bei bester Laune im farbigen Dress in der Menge mit. Leibchen mit dem Jubiläumslogo, Trikots, Kappen, Schals und Stirnbänder waren unter den Tausenden Zuschauern und vielen Teilnehmern in den Farben Rot (für die TuS Kriftel) und Blau (für die JSG und MSG Schwarzbach) schnell auszumachen. Munter und mit einem dreifach donnernden „Helau“ warfen die Handballer Bonbons und anderes Wurfmaterial in die Menge. Und bewiesen dabei, dass sie ihr Metier auch treffsicher zum Beispiel in offene Fenster und verkehrt herum gehaltene Regenschirme beherrschten. Auch als die Kamelle zeitiger aufgebraucht waren, war die Stimmung weiterhin prima. Und viele Handball-Narren waren sich einig: So etwas wollen sie gerne wiederholen – am besten schon 2024 beim Hofheimer Fastnachtszug. Ein Dank geht an das Orga-Duo Matze Brand und Din Nietzig, „Truck“-Fahrer Reinhold Pfaff und die Firma Bechstein für den Anhänger-Verleih.




Damen I in Weiterstadt/Braunsh./Worf.:
Damen I: HSG Weiterstadt/Braunshardt/Worfelden – Kriftel 23:24 (10:15)
Wichtigen Sieg im Krimi am Schluss festgehalten
Nach einem Wechselbad der Gefühle fuhren die Damen I nach zuletzt einer Niederlage in Wettenberg wieder einen wichtigen Sieg ein. Denn die beiden Punkte waren notwendig, um in der Oberliga Hessen den Abstand nach hinten zu wahren. Auch wenn die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und Co-Trainer Florian Schäfer 17:15 Punkte hat, so muss sie weiterhin in Richtung Abstiegsränge schauen. Der Erfolg war umso beachtlicher, da die Gastgeberinnen sich zuletzt durch eine Siegesserie bis auf Platz drei nach vorne geschoben hatten. Eine positive Nachricht gab es schon vor dem Spiel: Der Sieg gegen Großenlüder ebenfalls mit einem Tor bleibt bestehen, ein Einspruch des Gegners wurde abgelehnt.
Zunächst lag Weiterstadt vorn, doch nach dem 4:3 (5.) wendete das Blatt. Kriftel war bestens im Spiel, kam immer wieder vor allem über die Rückraum-Werferinnen Jana Lorenz und Ida Pokoyski zu Erfolgen und zog über 7:4 (11.), 12:8 (25.) bis zur Pause gar auf fünf Tore davon. Es deutete vieles darauf hin, dass es nach dem Unentschieden im Hinspiel nun einen Sieg geben würde. Doch die TuS-Damen hatten die Rechnung ohne die ebenfalls hochmotivierten Gastgeberinnen gemacht. Mit drei Toren binnen drei Minuten war der Gegner wieder dran. Den Ausgleich ließ Kriftel aber vor allem nun dank guter Abwehrarbeit nicht mehr zu, beim 21:18 waren es wieder drei Tore. Doch in der heißen Phase, der „Crunch Time“, kam Weiterstadt doch zum Ausgleich. Kurz vor Schluss traf aber Helena Nitzke im Nachwurf eines Siebenmeters zum Sieg – da die letzten Sekunden trotz Zeitstrafe schadlos überstanden wurden.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (8/1), Jana Lorenz (6), Cara Ljubic, Meta Kilp, Sophie Hugger (2), Johanna Körner, Michelle Huber, Julika Leichthammer (1), Paulina Kemmer, Louisa Leichthammer (1), Helena Nitzke (6/3)
Trauer um Ex-Damen-Trainer Jens Illner


TuS-Sportler trauern um verstorbenen Trainer Jens Illner
Er hat den Krifteler Damen-Handball über viele Jahre geprägt
„Er ist ein bekanntes Gesicht bei den Handballern in der Region. Jens Illner war Torwart in Münster, Wallau/Massenheim, Dotzheim oder Idstein. Inzwischen hat er sich aber mit der Rolle an der Seitenlinie angefreundet und ist neuer Trainer der Krifteler Damen I in der Landesliga. Bei seiner zweiten Station im Aktivenbereich fühlt er sich bereits sehr wohl, geht aber die Saison mit einer gewissen Portion Vorsicht an.“ Das haben die Handballer 2008 geschrieben, als Jens Illner neuer Trainer der Damen I in der Landesliga wurde.
Vier Jahre später hatte Illner mit seiner Mannschaft den Gipfel erklommen. In der jetzt gerade erstellten Chronik zu „100 Jahren Handball“ in Kriftel heißt es unter 2012: „Das Jahr bringt ein sportliches Highlight: Die Damen I werden nach vielen guten Platzierungen endlich Meister in der Landesliga. Die beeindruckende Bilanz: Keine Niederlage in 26 Spielen, mehr als 300 Treffer plus in der Tordifferenz.“ Und zum Weggang des Trainers nach insgesamt sechs Jahren stand im Aktivenbericht: „Das war so nicht zu erwarten. Nach drei Niederlagen mit nur einem Tor Unterschied gleich zu Saisonbeginn, stand die Mannschaft bereits in der ausgeglichenen Oberliga Hessen mit dem Rücken zur Wand. Doch das Team von Trainer Jens Illner zog sich an den eigenen Haaren aus dem Sumpf und arbeitete sich Punkt für Punkt, Sieg für Sieg nach oben.“ Am Ende wurde es dort Rang vier.
Es sind schöne Erinnerungen an eine erfolgreiche Zeit der TuS-Damen in sechs Jahren mit Jens Illner. Sie werden nun bei Spielerinnen, Verantwortlichen, Fans und Freunden noch einmal wach. Allerdings ist es der traurigste Anlass, der vorstellbar ist: Jens Illner, der später noch in Holzheim, Münster, Walldorf und zuletzt Epp/La war, ist im Alter von 51 Jahren vollkommen überraschend und viel zu früh gestorben. Die Handballer aus Kriftel trauern um einen Mann, der diesen Sport in allen Facetten gelebt hat, mit Emotionen, aber auch kühlem Kopf in wichtigen Situationen. Er hat den Damen-Handball in der Gemeinde geprägt wie nur Wenige vor und nach ihm. Er hat die Mannschaft in die Oberliga gebracht, zu Erfolgen jenseits des Bezirks geführt – und war trotz aller hohen Ziele immer Mensch und Freund geblieben. Die Krifteler Handballer sprechen den Angehörigen ihr tiefes Mitgefühl aus und werden Jens Illner immer in sehr guter Erinnerung behalten.

Damen I gegen Großenlüder:
Damen I: Kriftel – Großenlüder/Hainzell 30:29 (18:13)
Letzter-Sekunde-Sieg per Siebenmeter
Im Live-Ticker der Damen I war die Spannung für all jene, die nicht in der Halle saßen, zu greifen. 28:24 und 29:26 führte die Mannschaft dann wenige Minuten vor Spielende noch, ehe der Oberliga-Aufsteiger sogar den Ausgleich werfen konnte. Im Ticker wurden die Sekunden heruntergezählt. Dann kam die Nachricht: „Rote Karte, 7m für uns“. Soll heißen: Mit der Schlusssekunde hatten die Kriftelerinnen noch die Chance auf ein versöhnliches Ende. Ida Pokoyski traf von der Linie – der Jubel in Halle und Live-Ticker war groß. Aber der Kommentar „Musste das so spannend sein?“ traf es auf den Punkt.
Denn die Damen hatten das Spiel weitgehend bestimmt und lagen zwischenzeitlich schon mit sechs Toren vorne. Die Gäste zeigten sich gegenüber der deutlichen Heimniederlage im Hinspiel aber stark verbessert und gaben sich nie auf. Nach dem 3:1 von Kriftel lag Großenlüder sogar mit 7:4 vorne, ehe wieder der Zwischenspurt von anderer Seite folgte. Binnen einer Minute vor der Pause machten die TuS-Damen mit drei Toren aus dem 15:13 ein 18:13. Und sie kamen auch gut aus der Kabine, zogen auf 22:16 davon. Doch dann wurde es noch einmal eng, mit letztlich dem glücklichen Ende für die Mannschaft von Yvonne Thon.
Es spielten: Nele Krohn, Sabrina Schäplitz (Tor), Ida Pokoyski (12/4), Jana Lorenz (8), Helena Nitzke (1), Cara Ljubic, Jonna Lotz, Meta Kilp, Sophie Hugger (7), Michelle Huber, Julika Leichthammer, Lousia Leichthammer (2), Mayra Rinschen
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