Damen I Abschiede zum Saisonabschluss:

Damen I: Kriftel – TSG Leihgestern 24:23 (14:11)
Schöner Sieg und emotionale Abschiede zum Saisonfinale
Ein sehr emotionaler Abend hat den Damen I ein besonderes Saisonfinale beschert. Dabei wurde der Sport fast zur Nebensache. Denn die Damen haben nach dem Spiel gleich neun Spielerinnen verabschiedet – darunter fünf treue „Berrys“, die das rote Trikot zum Teil mehr als zehn Jahre trugen. Einige standen noch einmal zum Schluss auf dem Feld, später bescherte ihnen das Team in gewohnter Weise mit Geschenken und passenden Worten sicher auch die eine oder andere Träne. Eine gut gefüllte Halle mit Trommlern auf beiden Seiten sorgte wiederum für den passenden Rahmen.
„Das war ein schöner Sieg. Der größere Wille meiner Mannschaft hat den Ausschlag gegeben“, freute sich Trainerin Yvonne Thon. Hannah Weißer, die ebenfalls verabschiedet wurde, hielt überragend und war Rückhalt ihres Teams. Die Kriftelerinnen starteten mit einer 7:3-Führung und hielten diesen Vorsprung bis zur Pause. Ab der 37. Minute blieben sie nach dem 19:15 aber zwölf Minuten ohne Torerfolg. In der 53. Minute lagen die Kriftelerinnen mit 22:23 zurück, drehten aber in den letzten Minuten noch die Partie und kamen so zu einem versöhnlichen Erfolgserlebnis, das ihnen in der Oberliga-Aufstiegsrunde Platz drei bescherte. Da noch ein Einspruch läuft, könnten sie einen Rang nach oben rutschen. Aufsteiger in die 3. Liga ist Bensheim/Auerbach II.
Der Jubel war nach dem Abpfiff zunächst groß über den schönen und erfolgreichen Abschluss. Dann aber wurde es „emotional“, wie Din Nietzig berichtet. Die ehemalige Spielerin war zuletzt noch in der Organisation dabei, hat hier aber nun ebenso aufgehört. Mit einem Quintett hat sie viele besondere Stunden in Kriftel erlebt. Das ist zunächst Torfrau Hannah Weißer, die 2011 von Oberursel kam und gleich den Aufstieg von der Landesliga in die Oberliga miterlebte. Aufgrund ihres beruflichen Engagements mit der Doktorarbeit hört sie nun auf. Sie war auch bei Aktivitäten wie den Diensten beim Pfingstturnier immer dabei, sehr trainingsfleißig und ein sehr guter Rückhalt über all die Jahre. Zudem führte sie auch die jungen Spielerinnen. Das trifft ebenso auf ihre Schwester Lisa Weißer zu, die ein Jahr später aus Neu-Anspach als Kreisläuferin in die Krifteler Halle kam. Nach einigen Verletzungen ist für sie nun Schluss. Dem Team wird etwas fehlen: eine Führungsspielerin, Abwehrchefin und Stimme im Mannschaftsrat. Auch auf das Wort von Isabel Göbel wurde stets gezählt. Sie war für die Motivationsansprachen vor Spielen oft zuständig, aber auch für die Stimmung danach. Ihre Karriere begann in Kriftel 2012 auf Rechtsaußen. Aber auch am Kreis – wo sie später hin wechselte – machte sie eine sehr gute Figur. Ein Glücksfall war 2013 der Umzug von Kim Koerber ins Rhein-Main-Gebiet. Sie schloss sich der TuS an und wurde eine Führungsspielerin – auf der Position Rückraum rechts tankte sie sich entweder selbst gerne durch oder setzte zu besonderen Kreis-Anspielen an, zudem war sie in der Abwehr eine Bank. Und nun engagiert sie sich im Trainerteam der weiblichen B-Jugend. Direkt hinter ihr hielt Melanie Nickel ebenfalls seit 2013 mit Hannah zwischen den Pfosten das Tor sauber. Sie kam aus Südhessen und blieb gerne, machte sich mit lustigen Sprüchen und als „Geschenke-Fee“ einen Namen.
Doch die Damen I haben weitere Abgänge zu verzeichnen, weshalb es für die kommende Saison in der Oberliga schon einen Umbruch geben wird. Ezgi Yoslun und Lara Schultheiß gehen zurück zu ihrem Heimatverein TG Kastel. Lena Giebe und Charlotte Frölich hören auf.
Es spielten: Hannah Weißer, Nele Krohn (Tor), Jana Lorenz (5), Ida Pokoyski (5/3), Helena Nitzke, Mayra Janssen (je 3), Kim Koerber, Finja Seeharsch, Ezgi Yoslun (je 2), Michelle Huber, Cara Ljubic (je 1), Isabel Göbel.
Damen I in Hoof:
Damen I: HSG Hoof/Sand/Wolfhagen – Kriftel 1:4 (Spielabbruch)
Regen durchs Hallendach stoppt letztes Auswärtsspiel
Im abschließenden Aufwärtsspiel der Saison in der Oberliga-Aufstiegsrunde erlebten die Krifteler Damen ein Kuriosum. In den ersten Minuten lief es gut für die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon, die mit 4:1 führte, drauf und dran war, sich für die ärgerliche Niederlage im Hin spiel zu revanchieren. Doch dann wurde es plötzlich feucht in der Halle, es regnete über das Dach herein. Nach einer Zwangspause war der Boden zu feucht, die Sicherheit der Spielerinnen nicht zu gewährleisten. Und so wurde die Partei abgebrochen. Beide Teams feierten in lustiger Runde noch gemeinsam einen kleinen Saisonabschluss. Und auch die Heimfahrt im Bus, der vom Förderverein TuS Kriftel, Handball, gesponsert wurde, wurde fröhlich. Zunächst sah es so aus, als würde die Partie für Kriftel gewertet. Doch das Votum der Klassenleitung stand bei Redaktionsschluss noch aus.
Damen I: Spiel gegen Kirchhof II
Damen I: Kriftel – SG Kirchhof II 33:23 (16:13)
Klarer Heimsieg lässt weiterhin alle Chancen
Die Damen der TuS Kriftel kommen in der Aufstiegsrunde der Oberliga zur 3. Liga immer besser zurecht. Nach zu Beginn einem Unentschieden in Kirchhof und einer ärgerlichen Heimniederlage gegen Hoof/Sand/Wolfhagen stehen jetzt zwei beeindruckende Siege in Folge zu Buche. Erst beim Aufstiegsaspiranten Leihgestern, nun mit dem klaren Heimerfolg im Rückspiel gegen Kirchhof. Damit bleiben die Damen weiter im Aufstiegsrennen als Tabellenzweiter. Allerdings hat Tabellenführer Bensheim/Auerbach II seine Spitzenpartie gegen Leihgestern knapp gewonnen und liegt weiter einen Punkt vor Kriftel. Zwei Spiele sind es noch für die Mannschaft von Trainerin Yvonne Thon und ihrem Co-Trainer Florian Schäfer – in Hoof/Sand/Wolfhagen und gegen Leihgestern. Nun können die Damen zwischendurch aber ihre Abschlussfahrt genießen.
Das Spiel gegen Kirchhof indes begann durchwachsen. Bis zum 6:5 (11.) lagen die Gäste aus Nordhessen stets vorne. Schon das Hinspiel war eine enge Sache, als Kriftel ein Unentschieden rettete. So etwas deutete sich hier wieder an. Doch die Gastgeberinnen steigerten sich, standen besser in der Deckung, hatten im Tor Rückhalt und zogen erstmals auf 11:8 (20.) weg. Zur Pause standen ebenfalls drei Tore Differenz zu Buche. Das wurde nach dem Wechsel schnell auf 20:14 in der 38. Minute ausgebaut, der Sieg geriet dann nicht mehr in Gefahr. Die Gastgeberinnen spielten die Partie sicher zu Ende schafften über die Stationen 26:18, 28:22 einen Sieg mit zehn Toren Differenz.
Es spielten: Nele Krohn, Hannah Weißer (Tor), Kim Koerber, Jana Lorenz (7), Marilena Leichthammer, Julika Leichthammer (3), Cara Ljubic (5), Ezgi Yoslun (3), Helena Nitzke (5/2), Mayra Janssen, Lena Giebe (2), Ida Pokoyski (5/1), Hanna Leidner (3)
Damen I in Leihgestern:

Damen I: TSG Leihgestern – Kriftel 23:29 (13:15)
Hochverdienter Coup beim Aufstiegsaspiranten
Nach der ärgerlichen Heimniederlage mit vielen vergebenen Torchancen im Heimspiel gegen Hoof/Sand/Wolfhagen haben die Damen I aus Kriftel mal wieder ihr schönes Gesicht gezeigt. Denn in die Partie beim Tabellenzweiten Leihgestern gingen sie eigentlich als Außenseiter. Die Gastgeberinnen wollen in die 3. Liga aufsteigen und hatten bereits das Spitzenteam Bensheim/Auerbach II geschlagen, dann aber auch in Weiterstadt verloren. Für das Team von Trainerin Yvonne Thon war klar: mit einer konzentrierten Mannschaftsleistung wäre auch in Leihgestern etwas drin. Und das gelang auf eindrucksvolle Weise: Für die Kriftelerinnen hatte sich die Fahrt nach Mittelhessen absolut gelohnt, die Damen fuhren mit einem hochverdienten Sieg heim und schoben sich vor die Gastgeberinnen auf Platz zwei. Da Leihgestern noch gegen Tabellenführer Bensheim spielt, ist für Kriftel durchaus sogar Rang eins drin. Doch das Team muss selbst noch einmal gegen die drei Teams aus dem Norden ran.
Diese Reise nach Leihgestern war eine solche allemal wert. Denn die Gäste bestimmten die Partie über weite Strecken und verdienten sich so den Erfolg. Nach dem schnellen 3:1 für die TuS konterte der Favorit zunächst noch zum 5:4 (10.). Doch schnell drehte das Team von Yvonne Thon und ihrem Co-Trainer Florian Schäfer den Spieß wieder rum und lang zehn Minuten später mit 10:7 vorn. In der Folge lagen die Gäste nicht mehr in Rückstand. Kurz kritisch wurde es nach dem 13:9, als Leihgestern mit vier Treffen in Folge ausgleichen konnte. Allerdings konterte die TuS das bis zur Pause wieder. Nach dem Wechsel bestimmte der Dritte beim Zweiten weiter das Spiel, zog über 18:15 (39.) auf 23:18 (48.) schon vorentscheidend davon. Spätestens fünf Minuten vor Schluss war die Sache beim 27:20 erledigt. Der Rest war Jubel mit verschiedenen Fotos in der Halle über einen Erfolg, mit dem vor der Partie nicht unbedingt zu rechnen war.
Es spielten: Nele Krohn, Hannah Weißer (Tor), Jana Lorenz (2), Finja Seeharsch, Isabel Göbel, Julika Leichthammer (1), Cara Ljubic (3), Ezgi Yoslun (2), Helena Nitzke (13/6), Mayra Janssen, Lena Giebe, Ida Pokoyski (6/2), Hanna Leidner (2)
Damen I gegen HSG Hoof/Sand/Wolfhagen:
Damen I: Kriftel – HSG Hoof/Sand/Wolfhagen 19:21 (11:13)
45 vergebene Angriffe sind deutlich zu viel
„30 Fehlwürfe, 15 technische Fehler. Und unsere Torhüterin hat 14 Bälle gehalten. Wenn wir nur ein Zehntel unserer Fehlwürfe genutzt hätten, hätten wir dieses Spiel tatsächlich noch gewonnen.“ Das sagte Trainerin Yvonne Thon nach der völlig unnötigen Niederlage der Damen I in der Oberliga-Aufstiegsrunde. Damit stehen die Chancen, noch um Platz eins einzugreifen, deutlich schlechter. Zumal die beiden sehr schweren Spiele gegen Titelfavorit Leihgestern noch bevorstehen. Die nordhessischen Gäste aus Hoof hingegen waren schlagbar, wenn sich die Kriftel mit den vielen vergebenen Chancen nicht selbst geschlagen hätte.
Bis auf Lisa Weißer, die wegen eines Sehnenrisses in der Schulter operiert werden muss und nach der Runde aufhören will, hatte Trainerin Thon ihre beste Besetzung zusammen. Das Team spielte bis zum Torwurf auch ordentlich, doch die Gelegenheiten wurden einfach nicht genutzt. Meist war die gute Gäste-Torfrau im Weg. Dass die Kriftelerinnen es konnten, zeigten sie in zwei Phasen, als sie aus einem 4:9-Rückstand eine 10:9-Führung machten und aus einem 12:16 ein 18:18-Ausgleich. Dann gelang nur noch ein Treffer in den letzten elf Minuten – das war einfach zu wenig. Dreimal holte sich Kriftel in offener Manndeckung den Ball, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. „Und das war ein Siebenmeter“, berichtete Thon, „ich bin sprachlos. Egal, in welcher Insgesamt wurden 45 Angriffe nicht genutzt, eine schlechte Quote für die sonst deutlich effektiveren TuS-Damen.
Es spielten: Nele Krohn, Hannah Weißer (Tor), Ida Pokoyski (6/2), Jana Lorenz (4), Helena Nitzke (3), Finja Seeharsch, Mayra Janssen, Hanna Leidner (je 2), Kim Koerber, Isabel Göbel, Julika Leichthammer, Cara Ljubic, Ezgi Yoslun
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